Ein Kameraobjektiv ist ein optisches System aus Linsen, das Licht einfängt, bündelt und auf den Kamerasensor projiziert. Es bestimmt durch Brennweite (Bildwinkel) und Blende (Lichtstärke/Schärfentiefe) maßgeblich die Bildwirkung. Man unterscheidet zwischen Festbrennweiten und Zoomobjektiven.
Wesentliche Merkmale und Komponenten:
Brennweite (in mm): Bestimmt den Bildwinkel. Kurze Brennweiten (z. B. 18mm) bieten ein weites Sichtfeld (Weitwinkel), lange Brennweiten (z. B. 200mm) ein enges Sichtfeld (Tele).
Blende (f-Zahl, z.B. f/2.8): Reguliert die Lichtmenge und Schärfentiefe. Kleinere f-Zahlen bedeuten eine größere Öffnung (mehr Licht, geringere Schärfentiefe).
Fokus (AF/MF): Autofokus (automatisch) oder manueller Fokus (von Hand) bestimmen die Schärfeebene im Bild.
Bildstabilisator (IS/VR/OS): Reduziert Verwacklungen bei längeren Belichtungszeiten.
Zoom vs. Festbrennweite: Zoomobjektive haben variable Brennweiten, Festbrennweiten eine feste, oft lichtstärkere Brennweite.
Bildkreis/Bajonett: Das Objektiv muss physisch (Bajonett) und optisch (Bildkreis) zum Sensorformat (Vollformat, APS-C) passen.